Urbanität in einer besonderen Zeit
Ein fotografisches Projekt im Lockdown der Corona-Pandemie

Im Dezember 2020, mitten im Lockdown, entstand das fotografische Projekt „Urbanität in einer besonderen Zeit“.
Vier Fotografen machten sich unabhängig voneinander auf den Weg, um auf ihren Spaziergängen die veränderte Wahrnehmung des urbanen Raums festzuhalten. Es ging nicht darum, die Pandemie direkt zu dokumentieren, sondern die besondere Stimmung dieser Zeit sichtbar zu machen.
Straßen, Plätze, Schaufenster, Häuserfassaden, leere Wege und geschlossene Türen wirkten plötzlich anders. Die Stadt erschien vertraut und zugleich fremd — stiller, reduzierter, manchmal fast entrückt. Gerade auf Spaziergängen wurde spürbar, wie sehr sich das Verhältnis zum öffentlichen Raum verändert hatte.
Die entstandenen Fotografien zeigen vier individuelle Sichtweisen auf eine gemeinsame Erfahrung. Jeder Fotograf brachte seine eigene Bildsprache, persönliche Beobachtungen und subjektive Wahrnehmung ein.
Da persönliche Treffen nicht möglich waren, wurden die Bilder in regelmäßigen Videomeetings vorgestellt, gemeinsam betrachtet und diskutiert. Dieser Austausch wurde zu einem wichtigen Teil des Projekts.
„Urbanität in einer besonderen Zeit“ ist damit nicht nur ein fotografisches Dokument des Lockdowns, sondern auch ein Beispiel dafür, dass künstlerische Arbeit und gemeinsames Nachdenken über Fotografie selbst unter erschwerten Bedingungen möglich bleiben.
Die Bilder halten eine besondere historische Situation fest — nicht laut oder spektakulär, sondern aufmerksam, still und genau.
Die Bilder der Fotografen:
Andreas Wollenweber (Zornheim) Bilder
Michael Kanitz (Mainz) Bilder
Martin Höcker (Mainz) Bilder
Roland Walter (Groß-Gerau) Bilder
Dieter Gergen (Wiesbaden) Bilder
Matthias Ludwig-Dehm (Mainz) Bilder
